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anne

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Vipassana-Premiere: Das ist mit mir passiert, als ich 10 Tage meditiert habe

Meditieren ja, aber wie anfangen? Hannah hatte genau diesen Konflikt im Kopf und ist am Ende bei einer Vipassana-Meditation gelandet. Lest hier, was sie dort erlebt hat.

Für ein Schweige-Retreat entscheidet man sich nicht einfach so. Was hat dich dazu bewegt?

Ich wollte schon länger meditieren, habe aber nie richtig den Anfang gefunden. Es gibt so viele Arten. Ich habe viele Gedanken in meinem Kopf und viele Emotionen in meinem Körper. Diese überwältigen mich manchmal. Ich erwartete, dass die Meditation eine gewisse Balance bringt. Oder mir Mittel und Wege aufzeigt, wie ich damit besser umgehen kann.

Wo hast du deine erste Vipassana-Meditation erlebt?

In Triebel. Das liegt an der tschechischen Grenze. Die Anlage ist sehr abgelegen. Es gibt dort verschiedene Häuser. Das Haupthaus Schlafräume und eine große Meditationshalle mit einer Wiese und einem Waldstück zum Spazieren. Frauen und Männer absolvieren den Kurs getrennt voneinander. Die Anlage ist eingezäunt, um Störungen von außen zu vermeiden. Man kann aber zu jeder Zeit gehen und das Eingangstor ist immer offen.

Wie muss man sich eine Vipassana-Meditation vorstellen?

Es ist eine Achtsamkeitsmediation, man fühlt dabei seinen Körper, ohne es zu bewerten. Es dreht sich um alles, was gerade in diesem Moment in deinem Körper an einer bestimmten Stelle zu fühlen ist. Da wir in unserem Alltag ständig abgelenkt sind, haben wir aufgehört, kleinste Signale unseres Körpers wahrzunehmen. Auf meinen Reisen erfuhr ich von Vipassana und deshalb wollte ich es einfach auch mal ausprobieren.

War es, so wie es andere dir erzählt haben?

Ja, ich bin wirklich zur Ruhe gekommen! Das bedeutet im Übrigen auch, dass ich keinen Zugang mehr zu jeglicher Ablenkung hatte: kein Augenkontakt, keine Mimiken und Gestiken zu anderen Teilnehmern. Kein Lesen, kein Schreiben, kein Sport, kein Yoga, keine Musik. Langweilig war mir aber nie.

Ab wann musstest du schweigen und wie hast du dich in den ersten Tagen gefühlt?

Das Schweigen geht am Abend des Anreisetages los. Mir ist das Schweigen am Anfang nicht schwergefallen. Ich war allerdings sehr müde und habe viel geschlafen. Das ist eine normale Reaktion des Geistes, der will ständige Ablenkung und möchte keine Ruhe. Auch Impulsen standzuhalten, wie zum Beispiel einfach in einer Meditationssitzung aufzustehen und aus dem Raum zu gehen, das sind normale Reaktionen des Geistes. Aber ihm zu widerstehen gelang mir von Tag zu Tag besser.

Wie sah das dein Tagesprogramm aus?

Es wird jeden Tag bis zu zehn Stunden meditiert. In der Zwischenzeit wird gegessen, geschlafen und man kann sich draußen die Beine vertreten und spazieren gehen.

In diesem 10-Tages-Kurs gehören die ersten vier Tage der Anapana Meditation. Bei dieser Meditation konzentriert man sich auf die Atmung im Bereich der Nase, Oberlippe und dem Bereich zwischen Nase und Oberlippe. Dort fühlt man wie die Luft einströmt und wieder ausströmt. Das ist die Hauptaufgabe für die ersten vier Tage, denn mit dieser Technik soll der Geist beruhigt werden und man lernt, sich länger auf eine kleine Sache zu konzentrieren.

Und nach den ersten vier Tagen?

Danach ist der Geist/Körper vorbereitet, um kleinste Veränderungen wahrzunehmen. Diese sind ganz normale Gefühle, wie ein Kribbeln, Pieken, Schmerzen, Hitze oder Kälte.

Dann „scannt“ man seinen Körper Stück für Stück und nimmt wahr, was gerade passiert, ohne es zu bewerten oder es abzulehnen (Schmerz) oder daran zu haften (Wohlsein).

Dadurch lernt man das alles vergänglich ist. Die Empfindungen im Körper, wie schmerz oder Wohlsein, sowie alles andere auch in unserem Leben. Situationen, Traurigkeit auch das Glücklich sein.

Wie bist du mit der Art zu meditieren klargekommen?

Sehr gut, es sind immer wieder Gedanken hochgekommen. Ich lernte aber dies auch anzunehmen, zur Meditation zurück zu kehren und weiter zu machen.

Welche Erkenntnis hat dich am meisten geflashed?

Dass man im Leben eigentlich nicht viel braucht ausser ein Dach über den Kopf und etwas zum Essen. Mir ist dort bewusst geworden, wie viel unsinnige Dinge ich konsumiere und wie wir in unserer Gesellschaft regelrecht zum Konsumieren animiert werden. Es ist schwer da zu widerstehen.

Wann kam der Moment, an dem du abbrechen wolltest?

Am Tag vier, ich wollte endlich mal wieder jemanden umarmen, eine Pizza essen, Musik hören und mit jemanden sprechen.

Wie hast du dich weiter motiviert?

Ich habe mit der Meditationslehrerin gesprochen. Sie hat mir gesagt, dass es sehr normal ist. Danach habe ich einfach weitergemacht.

Was hat dir besonders gut gefallen?

Man hat keinen Kontakt zu den anderen Teilnehmern aber irgendwie verbindet einen etwas. Und die freiwilligen Helfer! Sie geben so viel.

Was war schwierig für dich?

Es durchzuhalten, jeden Tag das gleiche. Das zieht sich wie ein Kaugummi.

Was war einer deiner schönsten Momente?

Ich habe mein Körper am Tag fünf wahrgenommen, so wie ich ihn vorher noch nie wahrgenommen habe: Überall kleinste Empfindungen! Das war ein echtes Erlebnis!

Wie war es, wieder in dein normales Leben einzutauchen?

Ich habe gemerkt, wie viel Energie Reden und Zuhören beansprucht, nach Vipassana lag ich die ersten zwei Nächte mit einem Fiepen im Ohr, wie ich es nach einem Discobesuch kenne, im Bett.

Ich habe dort gelernt Dinge so wie sie sind und kommen anzunehmen. Ich kann mir auch sicher sein, dass nichts Beständig ist. Und wenn wieder eine traurige Phase kommt, kann ich diese gelassener sehen.

Wem kannst du diese Art von Meditation empfehlen?

Jedem der ernsthaftes Interesse hat, zu meditieren und an sich zu arbeiten.

Was muss man dafür mitbringen?

Bequeme Kleidung 😉

Ist Vipassana in deinem Alltag angekommen?

Ja! Ich meditiere jetzt fast täglich.

 

Hanna hat Vipassana ausprobiert und berichtet.

Hannah hat es ausprobiert: Die Vipassana-Meditation.

“Mir ist bei der Vipassana-Meditation bewusst geworden, wie viel unsinnige Dinge ich konsumiere und wie wir in unserer Gesellschaft regelrecht zum Konsumieren animiert werden. Es ist schwer da zu widerstehen.”

 

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Ist der Darm der Grund für deine Depressionen?

Es ist wirklich traurig:  Die Depression zählt mittlerweile zu den Volkskrankheiten. Etwa vier Millionen Menschen in Deutschland sind offiziell davon betroffen, Tendenz steigend. Was könnte dahinter stecken?

Wahrscheinlich hat sich jeder schon einmal “down” gefühlt oder war einfach nicht so gut drauf. Doch wie kann man eigentlich herausfinden, ob diese Gefühle vielleicht doch einen ernsteren Hintergrund haben? Die Deutsche Depressionshilfe nennt bei ihrem Selbsttest einen Zeitraum von zwei Wochen, in denen die Symptome einer Depression (wie gedrückte Stimmung, Todesgedanken, Antriebslosigkeit oder eine tiefe Verzweiflung etc.) anhalten. Das Depressionen ernst zu nehmen sind und nicht als kleine „Depriphasen“ abgetan werden sollten, beweisen wiederum die Zahlen der Todesstatistiken. Suizide kommen in Deutschland gleich nach den Unfalltoten. Also nichts mit „Reiss dich mal zusammen und Kopf hoch.“ Das Problem sitzt tiefer.

Depressionen und die konventionelle Behandlung

Was also verursacht Depressionen und spielt mit der Stimmung von Millionen von Deutschen? Die weitverbreitete Annahme ist, dass neben schwierigen Lebensumständen eine Inbalance der Botenstoffe im Gehirn die Ursache ist. Neben einer durchaus sinnvollen Psychotherapie werden Depressionen in der Schulmedizin mit Psychopharmaka behandelt. Diese psychoaktiven Substanzen sollen die Stoffwechselprozesse im Gehirn und damit die Stimmung und Wahrnehmung beeinflussen. Antidepressiva sorgen beispielsweise dafür, dass sich das Glückshormon Serotonin in der Gewebsflüssigkeit des Gehirns anreichert. Da Serotonin unseren Organismus durch Schlaf-Wachrhythmus, Stimmung, Appetit etc. kontrolliert, ist es einer der wichtigsten Botenstoffe im Körper. Ist Serotonin nicht ausreichend vorhanden, können uns Fressattacken, Zustände wie Angst und Unzufriedenheit, Stress, Gereiztheit beherrschen.

Der Darm und Depressionen: die Darm-Gehirnschranke

Der Zusammenhang zwischen Serotonin und unserer Stimmung ist unbestritten. Mal abgesehen von den Nebenwirkung der Psychopharmaka, vernachlässigt die Therapie, die das Gehirn ins Zentrum stellt einen wichtigen Fakt: 95 Prozent des Serotonins wird im Darm gebildet. Über das Blut gelangt es in das Gehirn.* Wie kann also ein Serotoninmangel nur mit psychoaktiven Substanzen aufgefüllt werden? Nur kurzfristig und nicht nachhaltig, denn die Ursache könnte mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit im Darm sitzen. Der Darm muss also bei allen Untersuchungen und Überlegungen unbedingt berücksichtigt werden. Deshalb nehmt eure Ernährung ins Visier, sie könnte eine der  Hauptursache für eure „schwere“ Stimmung sein.

Für die Kommunikation zwischen Darm und Gehirn sind die guten Darmbakterien zuständig. Gerät das Verhältnis von guten und schlechten Darmbakterien aus dem Gleichgewicht, können sich die schlechten Bakterien noch mehr vermehren. Die Folge: Das Gehirn reagiert mit Stress, Nervosität etc. Wir fühlen uns einfach nicht mehr wohl in unserer Haut.

Meine Buchempfehlungen:

*Ich bin über das Buch „Schlank mit Darm“  von Prof. Dr. Axt-Gadermann auf die Verbindung von Darm und Gehirn gekommen. Wer sich noch mehr für die Zusammenhänge und die Wichtigkeit des Darms interessiert, wird hier fündig. Anmerkung: Ich teile nicht die Meinung über all ihre Ernährungsempfehlungen, aber das grundsätzliche Wissen über die Darmgesundheit ist sehr bereichernd.

 

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Glutenfrei in den Tag: Quinoa Frühstücks-Bowl

Für all diejenigen, die weniger Brot auf dem Speiseplan stehen haben wollen und ihren Hafer-Porridge nicht mehr sehen können, ist diese Bowl eine leckere Alternative. Guten Appetit!

Rezept für 2 Portionen der Quinoa Frühstücks-Bowl:

  • 200 g Bio-Quiona – erst zum Kochen bringen und dann 10 bis 15 Minuten köcheln lassen
  • Je nach Geschmack in den letzten fünf Minuten ein bisschen Hafer- oder Mandelmilch hinzugeben (Ich habe es wie bei einem Müsli erst zum Schluss drüber gegeben)
  • Mit 125 g Bio-Blaubeeren, 1 Banane garnieren und zum Schluss Bio-Zimt darüber streuen

Superfood Bio-Quinoa:

  • Eweiß- und Minerlastoffquelle
  • unterstützt die Serotoninproduktion
  • glutenfrei

Bio-Blaubeeren*:

  • reich an Antioxidantien, die freie Radikale und damit die Zellalterung hemmen
  • entzündungshemmend

Bio-Zimt*:

  • regt den Stoffwechsel an
  • senkt den Blutzuckerspiegel

 

* Diese Zutaten sollten unbedingt in Bio-Qualtiät vorhanden sein. Heidelbeeren haben keine feste “Schale”, daher sind sie sehr oft pestizidbelastet. Auch konventionelle Gewürze werden mit Pestiziden behandelt und teilweise für die Haltbarkeit bestrahlt.

 

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Bei diesem kostenlosen Retreat lernst du, was Meditation in dir bewirkt

Dass Meditation unzählige Vorteile haben soll, liest man in jeder Zeitschrift. So richtig klappen tut es nur bei einem selbst irgendwie nicht. Keine Zeit, keine Lust – keine Ahnung, wo man anfangen soll. Eine Möglichkeit, mit der Wirkung von Meditation in Kontakt zu kommen, ist ein Vipassana-Meditationskurs.

Das ist Vipassana

Die Vipassana-Mediation kommt aus Indien und ist eine Technik, mit der man die Essenz der Meditation erfahren kann: Die Dinge zu sehen wie sie wirklich sind.
Über die intensive, wertungsfreie Selbstbeobachtung wird es möglich, sich zu ändern. In 10 Tagen des Schweigens dreht sich alles um den achtsamen Umgang mit dem eigenen Körper und vor allem die körperlichen Empfindungen. Diese Empfindungen werden im Vipassana auch als seelischen Knoten gesehen und sollen durch Beobachtung und Akzeptanz gelöst werden. Das oberste Ziel der Vipassan Meditation ist es, die Menschen von ihren Leiden zu befreien und sich für mehr Liebe und Mitgefühl zu öffnen.

Das passiert während einer 10-tägigen-Vipassana-Meditation

  • Du lernst, 10 Tage zu schweigen und niemanden anzusehen
  • Nur mit dir zu sein
  • Keine Bücher, Kameras, Computer oder sonstige Ablenkung zu haben
  • Du bekommst jeden Tag eine neue Lektion von Goenka (Lehrer der Vipassana-Meditation in der Tradition des verstorbenen Sayagyi U Ba Khin aus Myanmar)
  • Du kommst an deine Grenzen
  • Lernst deine Baustellen kennen, während du in dein tiefstes Inneres mit all seinen Abgründen schaust
  • Du nimmst deinen Körper in seiner Gänze war: von fiesen Schmerzen bis zu leichtem Kribbeln, Hitze, Kälte, Stechen und pulsieren etc. …
  • Du wirst Dinge loslassen lernen
  • Du wirst aufgeben wollen
  • Du wirst dich selbst beobachten und merken, wie du dich veränderst
  • Du wirst Dinge spüren, die du niemals vorher gefühlt hast
  • Du wirst erfahren wie es ist, für eine Zeit die eigene Mitte gefunden zu haben

Wo kann man an einem Vipassana-Kurs teilnehmen? In Zentren auf der ganzen Welt
Wann finden Vipassana-Kurse statt? regelmäßig über das ganze Jahr verteilt zu den Kalenderdaten geht es hier
Was kostet ein Vipassana-Kurs? Jeder gibt so viel er kann
Wann sollte ich einen Vipassana-Kurs machen? Nur, wenn du dazu bereit bist – es wird anstrengend
Was sollte ich von einem Vipassan-Kurs erwarten? Nichts, du kannst nur die Veränderungen sehen, die du auch zulässt. Und das kommt nicht von allein.

Meine Buchempfehlung zum Thema Vipassana:

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Die Straßen von Marrakesch: Eine kleine Fotoreise

Marrakesch, diese Stadt lässt sich zwar in Worte fassen, aber Bilder, Gerüche und vor Ort sein sind am Ende doch die bessere Wahl. Damit ihr schon mal einen Eindruck bekommt, wie es in den Straßen von Marrakesch so aussieht, nehme ich euch mit auf eine kleine Bilderreise mit meiner Kamera.

Eine Anmerkung vorab: Es ist nicht so leicht in Marrakesch Fotos zu machen, weil die Menschen dort auch aufgrund ihres Glaubens nicht fotografiert werden möchten. Ich habe es trotzdem versucht – manche Bilder sind daher auch ein bisschen verwackelt.

 

 

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5 Tipps für deinen Kurztrip nach Marrakesch

Einmal Orient und zurück: In 3 Tagen bekommt man einen guten Geschmack von Marrakesch. 5 entspannte Tipps für diese quirlige Stadt, findet ihr hier.

Wer nach Marrakesch fliegt, hat wahrscheinlich zunächst zwei Dinge auf dem Zettel: Die Medina mit ihren Souqs (überdachte Bazare) und natürlich den Djemaa el Fna, der Platz der Gaukler mit seinen Schlnagenbeschwörern und “Fressmeilen”. Damit nicht nur die Unruhe und Hektik, die Verkäufer mit ihren sich immer wiederholenden Produkten das Bild von Marrakesch bestimmen, habe ich fünf entspannte Tipps zusammengetragen. Und für alle die noch mehr von Marrakesch sehen wollen, habe ich hier eine Bidlergalerie zusammengestellt.

Schlafen in Marrakesch: das Hotel & Spa Dar Baraka

Ein bisschen wie im Märchen und himmlisch ruhig – Diese Beschreibung trifft so gar nicht auf Marrakesch zu. Aber auf unser Riad. Nach dem wir abends um zehn mit einer mindesten 25 Jahre alten Mercedes E-Klasse, O-Ton-Taxifahrer: „We love German Mercedes“ für umgerechnet 15 Euro zu unserem Hotel gebracht wurden, waren wir erstmal bedient. Der Taxifahrer, ein Schlitzohr, hatte ganz zufällig kein Wechselgeld dabei, würde es uns aber geben, wenn wir ihn für eine andere Tour buchten. Gut, dass wir in dem Moment den Bäcker von nebenan sahen, uns dort mit einer Flasche Wasser eindecken und deshalb passend bezahlen konnten. Nachdem der Fahrer beleidigt abgezogen ist, führte uns eine Gruppe von Hotelboys durch dunkle, gelb beleuchtete Gassen, die die heiße Luft des Tages zwischen den Wänden eingesperrt hatte. Ein Wirrwar, in dem wir uns allein garantiert nicht zurecht gefunden hätten. Nach etwa zwei Minuten blieben wir plötzlich stehen und einer der Jungs öffnete eine winzige Holztür für uns. Jetzt wusste ich plötzlich, wie sich Gandalf in Hobbingen immer gefühlt hat, denn selbst ich, als wandelnder halber Meter musste mich bücken, um meinen Rucksack und mich hindurchzubalancieren.

Was uns hinter den Mauern erwartete, überraschte mich dann doch. Nach dem kleinen Taxi-Fehlstart habe ich mich gefragt, ob ich je mit Marrakesch, diesem vermeintlichen Ausriss aus dem Märchenbuch 1001 Nacht, Frieden schließen würde. Doch die Versöhnung reichte mir die Hand. Nach ein paar Schritten ins innere dieses Riads, den traditionellen Häusern Marokkos, wusste ich plötzlich, dass dieser Ort zumindest mit dem Paradies verwandt war. Der Innenhof des Hauses ist nicht überdacht. Statt eines stechenden Benzingeruchs der alten Autos und Motorräder stieg mir Rosenduft in die Nase, die Hitze zeigte sich plötzlich erträglich und zur Begrüßung wollte uns nicht mal jemand über den Tisch ziehen. Nein, wir bekamen marokansichen Minztee und wurden anschließend durch das Haus geführt. Ein Raum schöner als der andere. Überall Lateren, Schnitzereien … eben wie im Bilderbuch. Naja, ins Heute übersetzt: Wie bei Air BnB gesehen.  Und ziemlich praktisch: Man ist in nur 10 Minuten am Jemaa el Fna, dem berühmten Platz der Gaukler, Schlangenbeschwörer, Akrobaten und der 1001 Essstände.

Wellness in Marrakesch: Das Heritage Spa und Hammam

Man könnte wohl sagen: Wer ein Hammam nicht von innen gesehen hat, der kann nicht behaupten in Marrakesch gewesen zu sein. Sich zu fühlen wie ein König oder eine Königin, das muss eben auch mal sein. Mich führte der Weg ins Heritage Spa, in der nähe unseres Riads. An 40 Grad heißen Tagen, die perfekte Gelegenheit, der Sonne in ihren stärksten Stunden zu entkommen. Ich entschied mich für das Wellnes-Programm Hammam Extrême Douceur. Bei dieser Behandlung wird man zunächst abgeduscht, und legt sich dann für etwa 20 Minuten auf heiße, mit Wasser umspülte Steinplatten. Dieser Teil dient dazu, die Poren zu öffnen und auf das anschließende Peeling mit Meersalz und Zitrone vorzubereiten.

Nach so viel Hitze war mir schon etwas schummrig und so taumelte ich eher in den Ruhebereich. Der leckere, marokanische Minztee half mir nach 15 Minuten Pause wieder auf die Beine. Weiter ging es zur Massage – 20 min Himmel auf Erden. Zum Abschluss gönnte ich mir noch eine Pediküre – und war, weil ich mir diesen Luxus fast nie gönne, einfach nur zufrieden mit dem Ergebnis.

Restaurants in Marrakesch: Das Latitude 31

Kulinarisch überrascht zu werden, das finde ich ziemlich gut. Als ich dann tatsächlich im Restaurant Latitude 31 ankam, dachte ich mir: So könnte es doch immer sein. Zugegeben, am Anfang war ich etwas skeptisch, weil der Laden von außen keinen so einladenden Eindruck gemacht hat. Doch als ich den Innenhof betrat, dachte ich mir: Wow, hier ist es einfach nur schön. Wer es modern und traditionell zugleich mag, würde das genauso sehen. Nun ja, der DJ ist eventuell Geschmackssache und ein wenig übertrieben – aber wenn es besonders “stylisch” sein soll, dann scheint eine Musikanlage eben nicht auszureichen. Ziemlich gut hat mir gefallen, dass das Essen besser war als der DJ und das ist ja am Ende des Tages doch das Wichtigste. Tajine for life! – sag’ ich nur. Ich habe mich an einem Lammgericht versucht, mein Freund am Chicken – und wir waren beide zufrieden und würden wieder vorbeischauen. Und wenn wir es nicht schaffen, dann richtet bei eurem Besuch einen schönen Gruß aus!

Entspannen wie Yves Saint Laurent: Der Jardin Majorelle

Für die grüne Lunge von Marrakesch sticht das strahlende Blau inmitten des botanischen Gartens von Marrakesch viel zu häufig hervor. So intensiv die Farben auch sein mögen, besonders das im Art Deco Stil gehaltene Haus fügt sich perfekt in diesen Fleck kultivierte Natur ein. Es war ein glücklicher Schritt, dass Yves Saint Laurent gemeinsam mit seinem Lebensgefährten diesen Garten gekauft hat. Denn: Heute sorgt die für den Garten gegründete Stiftung dafür, dass er Instand gehalten wird. Und der ist es allemal wert. Schließlich hat sich Jacques Majorelle schlappe 40 Jahre für die Vollendung seines Gartenprojekts Zeit gelassen. Heute finden sich dort Pflanzen von mehreren Kontinenten – die kann man eben nich an einem Tag herbeischaffen.

Ein Must-See in Marrakesch: Die Koranschule Medersa Ben Youssef

Es gibt zwar unzählige Innenhöfe in Marrakesch, dieser ist mit seinen Zedernschnitzereien und Mosaiken jedoch am beeindruckendsten und  wahrscheinlich konkurrenzlos. Die Koranschule Medersa Ben Youssef hat ihre Wurzeln im 14. Jahrhundert. Doch zu ihrem Ruhm und ihrer Bedeutung kam sie erst etwa 200 Jahre später. Abdallah El Ghalib machte sie zur größten islamischen Hochschule für Theologie der damlaligen arabischen Welt. Die Schule beherbergte über 500 Koranschüler, die in etwa 136 Räumen dort lebten und arbeiteten. Heute zählt die Koranschule Medersa Ben Youssef zu einer der schönsten Sehenswürdigkeiten von Marrakesch.

Weitere Eindrücke von Marrakesch gibt es hier 

 

 

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Green Corner in My Home

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Decorate my Corner

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Die Fitnessflatrate von Urban Sports Club – Wohlfühlen to go

Wellness in der Salzgrotte, Crossfit, Yoga oder doch lieber eine Dance-Session? Theoretisch gibt es so viele Freizeitaktivitäten – und praktisch probiert man sie nie alle aus. Doch das kann sich jetzt ändern mit einer Flatrate beim Urban Sports Club.

 

Was bietet dir die Fitnessflatrate von Urban Sports Club?

Das Team von Urban Sports Club hat sich einen ganzheitlichen Lifestyle zur Aufgabe gemacht. Gesunde Ernährung, Achtsamkeit, Bewegung, Wellness und Entspannung werden so möglich, denn mit einer einzigen Karte kann man verschiedenste Kurse besuchen. Eine Mitgliedschaft beim Urban Sports Club ist ist die perfekte Wellness- und Fitnessflatrate für alle, die ihrem Körper etwas Gutes tun möchten. In (derzeit) 30 deutschen Städten sind u. a. bereits zahlreichen Yoga-, Pilates- oder Tanzstudios dabei. Nettes Extra: mit der Mitgliedskarte kann man auch auf Geschäftsreisen oder Kurztrips nach Rom/Mailand oder sowie Paris/Lyon nutzen.

 

Vorteile der Fitnessflatrate bei Urban Sports Club auf einen Blick:

  • eine Mitgliedschaft gibt dir Zugang zu zahlreichen Fitness- und Wellnessangeboten in derzeit in 30 deutschen Städten  (international in Lyon und Paris / Rom und Mailand)
  • er über 3.000 Partner (Studios), 50+ Sportarten und sind in 26 Städten in Deutschland (+ Rom und Paris)
  • Maßgeschneiderte Abos zum S, M, L und XL Tarif
  • faire Kündigungsfristen gemäß Tarif von 1-3 Montaen
  • keine lästigen Verträge
  • digitales Einchecken und planen per App
  • Möglichkeit zu pausieren
  • ganzheitliches Gesundheitsprogramm – perfekte Kombi aus Sport und Wellness ( z.B. Sauna + Massage)
  • geprüfte Studios
  • ab 29,00 Euro monatlich

 

Mehr Infos findes du unter: urbansportsclub.com

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“Jeder denkt mal, dass woanders alles besser ist” – Ein Interview mit Boy

Von Hamburg in die weite Welt: Das deutsch-schweizerische Popduo BOY ist mit seiner ersten Platte „Mutual Friends“ einmal um den Globus getourt. Bekannt machte sie vor allem der Song „Seven little numbers“. Ob New York oder Tokio: Das Publikum war verliebt in diesen Ohrwurm. Nach dem Riesenerfolg verschwanden Sängerin Valeska Steiner und Musikern Sonja Glass für eineinhalb Jahre von der Bildfläche. Sie schrieben ihre vielen Erfahrungen auf und mischten sie mit modernen Beats. Es sind tiefgründig-melodische Popsongs zum Mitwippen, Nachdenken und Schmunzeln entstanden. BOY über den Beginn ihrer Karriere, Social Media und die Schönheit des Alltags.

 

Euren Radio-Hit „Seven Litte Numbers“ hat man immer noch in den Ohren. Das ist jetzt circa zwei Jahre her. Wie würdet ihr die Musik beschreiben, die ihr heute macht?

Valeska: Es ist immer noch Popmusik. „We wer here“ ist ein wenig melancholischer als das erste Album, aber es ist nicht so schwer, dass es einen herunter zieht. Die Grundstimmung bleibt positiv.

 

Warum ist es melancholischer als das erste Album?

Sonja: Wir haben viel erlebt und sind älter, ein bisschen reifer geworden. Für mich fühlen sich die Songs ernsthafter und nicht mehr so verspielt an.

Valeska: Ja. Beim ersten Album gab es ein euphorisches Thema: Die Aufbruchstimmung. Ich bin von Zürich nach Hamburg gezogen. Ich wusste nicht, was mich da genau erwartet.

 

Ihr ward gemeinsam auf großer Welttournee. Wofür seid ihr besonders dankbar?

Sonja: Für uns ist ein heimlicher Wunsch in Erfüllung gegangen. Man traut sich so etwas gar nicht, laut vor anderen zu sagen: Wir wollten unbedingt einmal in unserem Leben in Amerika spielen. Und das ist plötzlich Wahrheit geworden.

Valeska: Für mich war es so schön zu sehen, dass wir zwar an andere Orte gereist, aber immer die gleichen gewesen sind. Die Songs immer die gleichen waren. Dass unsere Musik plötzlich eine Verbindung zu fremden Menschen geschafft hat. Und ein unbekanntes Publikum unsere Lieder singen konnte. Das war überwältigend.

 

Egal, ob in Deutschland oder Japan, eure Musik hat die verschiedensten Menschen zusammen gebracht.

Sonja: Ja, genau. Man lebt tausende Kilometer von einander entfernt und trotzdem beschäftigen sich die Leute mit den gleichen großen und kleinen Gefühlen.

 

Seid ihr auch privat noch weiter gereist?

Sonja: Nein, dafür fehlte die Zeit. Aber es gibt jetzt noch viel mehr Orte, die wir besser kennenlernen wollen.

 

Und während eurer längeren Schaffens-Pause?

Valeska: Nein.

Sonja: Jein. Ich war mal für 10 Tage in New York, aber weiter weg nicht.

 

Woran lag das?

Sonja: Wir haben ehrlich gesagt sehr viel gearbeitet. Wir sind langsame Schreiber. Wir schreiben erst zu viel, um dann auszusortieren, schauen genau hin, was uns bewegt, was uns wichtig ist.

 

Das klingt wirklich zeitintensiv…

Sonja: Unsere Texte sind wahrscheinlich so aufwendig wie eine Forschungsarbeit.

 

Der Song „New York“ erzählt von der Sehnsucht nach Abenteuer. Woher nehmt ihr die Inspiration für eure Geschichten, wenn es mal nur normal zugeht?

Valeska: Am besten kann man von Sachen erzählen, die man kennt, die einem nah sind. Wenn man da genauer hinsieht, merkt man dann, dass man überhaupt gar nicht so viel suchen muss. Etwas Großes wollen muss. Jeder denkt mal, dass woanders alles besser ist. Wahrscheinlich sogar die Menschen in New York. Vor der eigenen Haustür passiert aber auch genug.

 

In „Hit My Heart“ habt ihr euch mit Facebook und co. auseinander gesetzt. Wieso hat euch das so beschäftigt?

Valeska: Es gibt eigentlich größere Probleme in der Welt. Die sozialen Medien sind aber ein Phänomen unserer Zeit, an dem man nicht vorbei kommt. Wir leben in diesen zwei Welten. Online zeigt man sich so, wie man gesehen werden will. Und offline sieht es vielleicht ganz anders aus. Bei einem selbst entsteht dann dieses Gefühl: Überall ist es so toll, nur bei mir irgendwie nicht.

 

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Credit: Debora Mittelstaedt

Wie seid ihr eigentlich zur Musik gekommen?

Sonja: Ich habe von 12 bis 18 Cello gespielt. In der Klassik habe ich mich aber nicht so wohl gefühlt. Ich habe schon früh Songs auf einem Vielspurgerät aufgenommen. Das gibt es heute gar nicht mehr. Erst mit Anfang zwanzig habe ich richtig angefangen, Musik zu produzieren. Also relativ spät.

 

Und wie fing bei dir alles an, Valeska?

Valeska: Das Klavier brachte mich zur Musik. Mein Lehrer hat meine Kreativität sehr gefördert, weil er nicht auf Noten fixiert war. Mit 13 habe ich angefangen, Gesangsstunden zu nehmen. In meiner Freizeit habe ich immer in Bands gesungen, Songs gecovert und auch selbst geschrieben. Nach meinem Abitur habe hab ich gekellnert und lebte mich in unterschiedlichen Stilrichtungen aus. In Elektro-Projekten oder als Backround-Sängerin in einer afrikanischen Band. Danach wusste ich, das ich eigentlich Popmusik machen möchte.

 

Wer sind eure musikalischen Vorbilder?

Valeska: Textlich hatte ich ein Aha-Erlebnis, als ich mir Susan Vega anhörte. Das war eine Musik, die auf eine andere Art und Weise etwas erzählt. So richtige Geschichten.

 

Hab ihr ein persönliches Ritual, bevor ihr auf die Bühne geht?

Sonja: Ich brauche immer ein bisschen Ruhe und Zeit für mich. Ich will lieber gar nicht wissen, wie viele Leute gekommen sind. Das macht mir eher Angst.

Valeska: Ich bin das genaue Gegenteil. Ich gehe vor Konzerten super gerne noch einmal durch den Raum und schau mir die Menschen an. Ich möchte dann gar nicht sprechen, nur schauen. So fühle ich mich besser vorbereitet für den Moment, in dem ich die Bühne betrete. Leider ist das nicht immer möglich.

 

Und wenn ihr vor dem Publikum steht, wie geht es euch dann?

Valeska: Dann baut sich das Vertrauen meist innerhalb des ersten Songs auf und die Aufregung verfliegt.

Sonja: Das ist der Idealfall, ja. Das Schlimmste ist aber, wenn man erst auf der Bühne aufgeregt wird. Dann ist man so fahrig. Das passiert Gott sei dank nicht so oft.

 

Und wenn die Stille nach dem Konzert kommt, wie fühlt sich das an?

Sonja: Manchmal ist es sehr absurd. Man fühlt sich sehr weit weg von zu Hause. Das kann aber auch vor Publikum passieren. Es gibt so Tage, an denen ich lieber unter der Bühne stehen würde.

Valeska: Wenn man zwei Monate auf Tour ist, ist man eben nicht jeden Abend gleich in der Stimmung, auf die Bühne zu gehen.

 

Und was tut ihr, wenn euch das Heimweh übermannt?

Ein Teil unserer engsten Freunde reist mit uns mit. Für uns ist die Band also auch ein bisschen wie ein Zuhause. Da haben wir großes Glück. Aber sonst schreiben wir E-Mails, telefonieren. Und halten so den Kontakt nach Hause aufrecht.

 

Was verbindet ihr mit Heimat?

Valeska: Ich habe mittlerweile zwei Zuhause Zürich und Hamburg. Bei mir ist es aber hauptsächlich von den Personen abhängig. Ich liebe meine Wohnung in Hamburg aber auch total. Und ich liebe die Landstraße in Zürich, wo ich immer Menschen treffe, die ich kenne. Die Straße ist im Zürcher Rotlichtviertel, ein verruchter Ort. Aber dort gehen immer alle aus.

 

 

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Habt ihr noch andere Träume, die ihr euch gern erfüllen wollt?

Sonja: Das ist eine schwierige Frage. Eigentlich wollte ich immer unbedingt ein eigenes Album zu machen.

 

Da ist ja jetzt schon ein Haken dran.

Sonja: Stimmt. Und das entspannt uns. Wir haben so vieles erlebt, was uns nicht mehr genommen werden kann. Und jetzt schauen wir einfach, wie es weiter geht.

 

Wir drücken euch auf jeden Fall die Daumen! Vielen Dank für das schöne Interview!