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Ist der Darm der Grund für deine Depressionen?

Es ist wirklich traurig:  Die Depression zählt mittlerweile zu den Volkskrankheiten. Etwa vier Millionen Menschen in Deutschland sind offiziell davon betroffen, Tendenz steigend. Was könnte dahinter stecken?

Wahrscheinlich hat sich jeder schon einmal „down“ gefühlt oder war einfach nicht so gut drauf. Doch wie kann man eigentlich herausfinden, ob diese Gefühle vielleicht doch einen ernsteren Hintergrund haben? Die Deutsche Depressionshilfe nennt bei ihrem Selbsttest einen Zeitraum von zwei Wochen, in denen die Symptome einer Depression (wie gedrückte Stimmung, Todesgedanken, Antriebslosigkeit oder eine tiefe Verzweiflung etc.) anhalten. Das Depressionen ernst zu nehmen sind und nicht als kleine „Depriphasen“ abgetan werden sollten, beweisen wiederum die Zahlen der Todesstatistiken. Suizide kommen in Deutschland gleich nach den Unfalltoten. Also nichts mit „Reiss dich mal zusammen und Kopf hoch.“ Das Problem sitzt tiefer.

Depressionen und die konventionelle Behandlung

Was also verursacht Depressionen und spielt mit der Stimmung von Millionen von Deutschen? Die weitverbreitete Annahme ist, dass neben schwierigen Lebensumständen eine Inbalance der Botenstoffe im Gehirn die Ursache ist. Neben einer durchaus sinnvollen Psychotherapie werden Depressionen in der Schulmedizin mit Psychopharmaka behandelt. Diese psychoaktiven Substanzen sollen die Stoffwechselprozesse im Gehirn und damit die Stimmung und Wahrnehmung beeinflussen. Antidepressiva sorgen beispielsweise dafür, dass sich das Glückshormon Serotonin in der Gewebsflüssigkeit des Gehirns anreichert. Da Serotonin unseren Organismus durch Schlaf-Wachrhythmus, Stimmung, Appetit etc. kontrolliert, ist es einer der wichtigsten Botenstoffe im Körper. Ist Serotonin nicht ausreichend vorhanden, können uns Fressattacken, Zustände wie Angst und Unzufriedenheit, Stress, Gereiztheit beherrschen.

Der Darm und Depressionen: die Darm-Gehirnschranke

Der Zusammenhang zwischen Serotonin und unserer Stimmung ist unbestritten. Mal abgesehen von den Nebenwirkung der Psychopharmaka, vernachlässigt die Therapie, die das Gehirn ins Zentrum stellt einen wichtigen Fakt: 95 Prozent des Serotonins wird im Darm gebildet. Über das Blut gelangt es in das Gehirn.* Wie kann also ein Serotoninmangel nur mit psychoaktiven Substanzen aufgefüllt werden? Nur kurzfristig und nicht nachhaltig, denn die Ursache könnte mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit im Darm sitzen. Der Darm muss also bei allen Untersuchungen und Überlegungen unbedingt berücksichtigt werden. Deshalb nehmt eure Ernährung ins Visier, sie könnte eine der  Hauptursache für eure „schwere“ Stimmung sein.

Für die Kommunikation zwischen Darm und Gehirn sind die guten Darmbakterien zuständig. Gerät das Verhältnis von guten und schlechten Darmbakterien aus dem Gleichgewicht, können sich die schlechten Bakterien noch mehr vermehren. Die Folge: Das Gehirn reagiert mit Stress, Nervosität etc. Wir fühlen uns einfach nicht mehr wohl in unserer Haut.

Meine Buchempfehlungen:

*Ich bin über das Buch „Schlank mit Darm“  von Prof. Dr. Axt-Gadermann auf die Verbindung von Darm und Gehirn gekommen. Wer sich noch mehr für die Zusammenhänge und die Wichtigkeit des Darms interessiert, wird hier fündig. Anmerkung: Ich teile nicht die Meinung über all ihre Ernährungsempfehlungen, aber das grundsätzliche Wissen über die Darmgesundheit ist sehr bereichernd.

 

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