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Reise

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Die Straßen von Marrakesch: Eine kleine Fotoreise

Marrakesch, diese Stadt lässt sich zwar in Worte fassen, aber Bilder, Gerüche und vor Ort sein sind am Ende doch die bessere Wahl. Damit ihr schon mal einen Eindruck bekommt, wie es in den Straßen von Marrakesch so aussieht, nehme ich euch mit auf eine kleine Bilderreise mit meiner Kamera.

Eine Anmerkung vorab: Es ist nicht so leicht in Marrakesch Fotos zu machen, weil die Menschen dort auch aufgrund ihres Glaubens nicht fotografiert werden möchten. Ich habe es trotzdem versucht – manche Bilder sind daher auch ein bisschen verwackelt.

 

 

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5 Tipps für deinen Kurztrip nach Marrakesch

Einmal Orient und zurück: In 3 Tagen bekommt man einen guten Geschmack von Marrakesch. 5 entspannte Tipps für diese quirlige Stadt, findet ihr hier.

Wer nach Marrakesch fliegt, hat wahrscheinlich zunächst zwei Dinge auf dem Zettel: Die Medina mit ihren Souqs (überdachte Bazare) und natürlich den Djemaa el Fna, der Platz der Gaukler mit seinen Schlnagenbeschwörern und „Fressmeilen“. Damit nicht nur die Unruhe und Hektik, die Verkäufer mit ihren sich immer wiederholenden Produkten das Bild von Marrakesch bestimmen, habe ich fünf entspannte Tipps zusammengetragen. Und für alle die noch mehr von Marrakesch sehen wollen, habe ich hier eine Bidlergalerie zusammengestellt.

Schlafen in Marrakesch: das Hotel & Spa Dar Baraka

Ein bisschen wie im Märchen und himmlisch ruhig – Diese Beschreibung trifft so gar nicht auf Marrakesch zu. Aber auf unser Riad. Nach dem wir abends um zehn mit einer mindesten 25 Jahre alten Mercedes E-Klasse, O-Ton-Taxifahrer: „We love German Mercedes“ für umgerechnet 15 Euro zu unserem Hotel gebracht wurden, waren wir erstmal bedient. Der Taxifahrer, ein Schlitzohr, hatte ganz zufällig kein Wechselgeld dabei, würde es uns aber geben, wenn wir ihn für eine andere Tour buchten. Gut, dass wir in dem Moment den Bäcker von nebenan sahen, uns dort mit einer Flasche Wasser eindecken und deshalb passend bezahlen konnten. Nachdem der Fahrer beleidigt abgezogen ist, führte uns eine Gruppe von Hotelboys durch dunkle, gelb beleuchtete Gassen, die die heiße Luft des Tages zwischen den Wänden eingesperrt hatte. Ein Wirrwar, in dem wir uns allein garantiert nicht zurecht gefunden hätten. Nach etwa zwei Minuten blieben wir plötzlich stehen und einer der Jungs öffnete eine winzige Holztür für uns. Jetzt wusste ich plötzlich, wie sich Gandalf in Hobbingen immer gefühlt hat, denn selbst ich, als wandelnder halber Meter musste mich bücken, um meinen Rucksack und mich hindurchzubalancieren.

Was uns hinter den Mauern erwartete, überraschte mich dann doch. Nach dem kleinen Taxi-Fehlstart habe ich mich gefragt, ob ich je mit Marrakesch, diesem vermeintlichen Ausriss aus dem Märchenbuch 1001 Nacht, Frieden schließen würde. Doch die Versöhnung reichte mir die Hand. Nach ein paar Schritten ins innere dieses Riads, den traditionellen Häusern Marokkos, wusste ich plötzlich, dass dieser Ort zumindest mit dem Paradies verwandt war. Der Innenhof des Hauses ist nicht überdacht. Statt eines stechenden Benzingeruchs der alten Autos und Motorräder stieg mir Rosenduft in die Nase, die Hitze zeigte sich plötzlich erträglich und zur Begrüßung wollte uns nicht mal jemand über den Tisch ziehen. Nein, wir bekamen marokansichen Minztee und wurden anschließend durch das Haus geführt. Ein Raum schöner als der andere. Überall Lateren, Schnitzereien … eben wie im Bilderbuch. Naja, ins Heute übersetzt: Wie bei Air BnB gesehen.  Und ziemlich praktisch: Man ist in nur 10 Minuten am Jemaa el Fna, dem berühmten Platz der Gaukler, Schlangenbeschwörer, Akrobaten und der 1001 Essstände.

Wellness in Marrakesch: Das Heritage Spa und Hammam

Man könnte wohl sagen: Wer ein Hammam nicht von innen gesehen hat, der kann nicht behaupten in Marrakesch gewesen zu sein. Sich zu fühlen wie ein König oder eine Königin, das muss eben auch mal sein. Mich führte der Weg ins Heritage Spa, in der nähe unseres Riads. An 40 Grad heißen Tagen, die perfekte Gelegenheit, der Sonne in ihren stärksten Stunden zu entkommen. Ich entschied mich für das Wellnes-Programm Hammam Extrême Douceur. Bei dieser Behandlung wird man zunächst abgeduscht, und legt sich dann für etwa 20 Minuten auf heiße, mit Wasser umspülte Steinplatten. Dieser Teil dient dazu, die Poren zu öffnen und auf das anschließende Peeling mit Meersalz und Zitrone vorzubereiten.

Nach so viel Hitze war mir schon etwas schummrig und so taumelte ich eher in den Ruhebereich. Der leckere, marokanische Minztee half mir nach 15 Minuten Pause wieder auf die Beine. Weiter ging es zur Massage – 20 min Himmel auf Erden. Zum Abschluss gönnte ich mir noch eine Pediküre – und war, weil ich mir diesen Luxus fast nie gönne, einfach nur zufrieden mit dem Ergebnis.

Restaurants in Marrakesch: Das Latitude 31

Kulinarisch überrascht zu werden, das finde ich ziemlich gut. Als ich dann tatsächlich im Restaurant Latitude 31 ankam, dachte ich mir: So könnte es doch immer sein. Zugegeben, am Anfang war ich etwas skeptisch, weil der Laden von außen keinen so einladenden Eindruck gemacht hat. Doch als ich den Innenhof betrat, dachte ich mir: Wow, hier ist es einfach nur schön. Wer es modern und traditionell zugleich mag, würde das genauso sehen. Nun ja, der DJ ist eventuell Geschmackssache und ein wenig übertrieben – aber wenn es besonders „stylisch“ sein soll, dann scheint eine Musikanlage eben nicht auszureichen. Ziemlich gut hat mir gefallen, dass das Essen besser war als der DJ und das ist ja am Ende des Tages doch das Wichtigste. Tajine for life! – sag‘ ich nur. Ich habe mich an einem Lammgericht versucht, mein Freund am Chicken – und wir waren beide zufrieden und würden wieder vorbeischauen. Und wenn wir es nicht schaffen, dann richtet bei eurem Besuch einen schönen Gruß aus!

Entspannen wie Yves Saint Laurent: Der Jardin Majorelle

Für die grüne Lunge von Marrakesch sticht das strahlende Blau inmitten des botanischen Gartens von Marrakesch viel zu häufig hervor. So intensiv die Farben auch sein mögen, besonders das im Art Deco Stil gehaltene Haus fügt sich perfekt in diesen Fleck kultivierte Natur ein. Es war ein glücklicher Schritt, dass Yves Saint Laurent gemeinsam mit seinem Lebensgefährten diesen Garten gekauft hat. Denn: Heute sorgt die für den Garten gegründete Stiftung dafür, dass er Instand gehalten wird. Und der ist es allemal wert. Schließlich hat sich Jacques Majorelle schlappe 40 Jahre für die Vollendung seines Gartenprojekts Zeit gelassen. Heute finden sich dort Pflanzen von mehreren Kontinenten – die kann man eben nich an einem Tag herbeischaffen.

Ein Must-See in Marrakesch: Die Koranschule Medersa Ben Youssef

Es gibt zwar unzählige Innenhöfe in Marrakesch, dieser ist mit seinen Zedernschnitzereien und Mosaiken jedoch am beeindruckendsten und  wahrscheinlich konkurrenzlos. Die Koranschule Medersa Ben Youssef hat ihre Wurzeln im 14. Jahrhundert. Doch zu ihrem Ruhm und ihrer Bedeutung kam sie erst etwa 200 Jahre später. Abdallah El Ghalib machte sie zur größten islamischen Hochschule für Theologie der damlaligen arabischen Welt. Die Schule beherbergte über 500 Koranschüler, die in etwa 136 Räumen dort lebten und arbeiteten. Heute zählt die Koranschule Medersa Ben Youssef zu einer der schönsten Sehenswürdigkeiten von Marrakesch.

Weitere Eindrücke von Marrakesch gibt es hier